Aktuelles

Schulleben - AKTUELLES

  

   2019 wurde er wieder ausgeschrieben. Der Bibelpreis des Landesbischofs, der Gruppen und Kreise, Schulen, Konfirmandengruppen oder Kindergärten erreichen und auffordern sollte, sich mit einem biblischen Thema auseinanderzusetzen, es zu gestalten und in eine neue, vielleicht etwas andere Form zu bringen. Verbunden damit war der Auftrag, diese Geschichte auch einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

   Die Klassen 4a und 4b haben sich dieser Aufforderung gestellt. Nachdem sie sich über viele Wochen mit einer der größten Gestalten der Bibel, Mose, beschäftigt hatten, entstand die Idee, wichtige Stationen im Leben von Mose in Dioramen nachzubilden und damit diese imponierenden Gestalt einmal mehr in das Bewusstsein der heutigen Zeit zu bringen.

   Berufen – hinter der Gestalt von Mose steht, wie man heute annimmt, nicht eine menschliche Figur. So reich, so aufwühlend, so von Höhen und Tiefen geprägt, kann fast nur das Leben mehrerer Menschen sein, die sich in einem großen Erzählzyklus zu einer Gestalt verdichteten.

   Geboren als Kind von Sklaven, gerettet vor den Soldaten des Pharao, im Palast erzogen als Königskind, des Mordes schuldig, auf der Flucht, zu neuen Ehren gekommen und dann berufen zur größten Aufgabe seines Lebens: Das versklavte Volk in die Freiheit zu führen. Wirkende Kraft Gottes in sich fühlend, Hunger, Not, Gefahr, Verzweiflung und eine riesige Verantwortung.

Berufung war für Mose mehr als nur der Ruf damals im Dornbusch, sich auf einen ihm nicht vorstellbaren Weg zu begeben. Der Weg wurde zu seinem Leben.

   14 Szenen sind dazu in Kleingruppenarbeit im Kunstunterricht entstanden und konnten in wieder großartiger Kooperation mit der Ortsbücherei über mehrere Wochen in würdiger Umgebung ausgestellt werden. Der Bibelpreis selber wurde über dieses Projekt nicht errungen, aber dafür wieder ein schöner Anlass, Schule und Gemeindeleben auf besondere Art zu verbinden.

Ein herzliches Dankeschön an Frau Hoene und Frau Ley, die sich vom Gedanken der Durchführung dieses gemeinsamen Projekts entzünden ließen und bereit waren, die Idee nicht nur in das Team der Ortsbücherei zu tragen, sondern unter Beteiligung des Gemeindevereins auch eine wunderschöne Mini-Vernissage zu gestalten. Eine Schule mit solchen Kooperationspartnern kann sich „von“ schreiben - und das ist mehr wert als jeder Preis! Danke!

„BERUFEN“ - oder: Mini-Vernissage zum deutschen Bibelpreis...


„Beppos Krippenfiguren“ - oder: Weihnachtstheater an der Schule…

   Mit großem Eifer und auch der Bereitschaft aller Schauspieler, hohen persönlichen zeitlichen Einsatz für die Schule einzubringen, wurde in der Adventszeit in diesem Jahr wieder von einer vierten Klasse ein Krippenspiel vorbereitet. Die ganze Schulgemeinschaft war dann eingeladen, am letzten Schultag des Kalenderjahres noch einmal auf besondere Weise miteinander zu feiern und das nahende Weihnachtsfest gemeinsam in den Blick zu nehmen.

   Vor einer atemlos und gespannt lauschenden Zuhörerschaft entfalteten die Schauspieler dann in ihrem Theaterstück „Beppos Krippenfiguren“ ihre weihnachtliche Botschaft.


   Beppo arbeitet als Schnitzer auf dem Weihnachtsmarkt und stellt lebensgroße Krippenfiguren her. Sie erregen auch die Bewunderung einer vorbeikommenden Familie. Doch während die Eltern zu sehr mit sich selber und ihren vorweihnachtlichen Problemen beschäftigt sind, sind es die beiden Kinder, die beim Warten auf den Bus, der die Familie nach Hause bringen soll, etwas Wunderbares erleben können. Wirklich offenen Auges und Ohres für das weihnachtliche Geschehen erleben sie, wie die Krippenfiguren ihnen vorspielen, was sich damals in Bethlehem in der ersten heiligen Nacht zugetragen haben könnte.

 „Wer die Weihnachtsfiguren richtig anschaut, für den werden sie lebendig. Aber man muss sie wirklich ansehen, so wie ihr. Gott hat der Welt das Heil gebracht – haltet an dieser Weihnachtsbotschaft fest, auch wenn ihr manchmal das Gefühl haben werdet, dass ihr diese Botschaft nur schwer verstehen könnt. Denn wer sie in dieser Nacht gefunden hat, der wird sie auch am Tag wiederfinden“, meint Beppo am Ende, als die Kinder ihm davon erzählen.


   Damit fasst er zusammen, was als Wunsch an alle unsere Schülerinnen und Schüler und ihre Familien gehen soll: Möge hinter aller Betriebsamkeit, hinter unvermeidbaren Notwendigkeiten und der Flut aller Alltäglichkeiten jedem von uns ausreichend Offenheit im Inneren bleiben, damit ein wenig von dem Wunder von Weihnachten ins Herz fallen und sich dort entfalten kann. In diesem Sinn wünscht die Schule allen Familien gesegnete Weihnachten und ein glückliches und bewahrtes Jahr 2020!

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