April 2018

Grundschule

Warmbronn

Schulleben - APRIL 2018

Eine Schulfahrt, die ist lustig, eine Schulfahrt, die ist schön,

denn da kann man fremde Orte und so manches Andre seh'n...

So oder so ähnlich könnten es die beiden vierten Klassen gesungen haben, als sie im April ihre Klassenfahrt ins Schullandheim antraten. Wieder zuvorkommend aufgenommen in der Jugendherberge Murrhardt wartete auf die Schülerinnen und Schüler während der drei Tage ein abwechslungsreiches Programm. Auf den Spuren der Römer unterwegs beim Limesturm, auf der Wanderung zur Jugendherberge, beim Sammeln der Eindrücke im liebevoll eingerichteten Privatmuseum der Familie von Carl-Schweizer oder beim Besuch im Hohenloher Freilandmuseum in Wackershofen – überall gab es Neues zu hören und zu entdecken und vor allem auch zu lernen, dass Kindheit früher ganz anders war als heute.

„Ich war sehr beeindruckt, als sie uns erzählt haben, was für einen Nachteil die Kinder hatten. Mir hat es nicht so gefallen, dass die Kinder bei manchen ihrer Arbeiten gestorben sind.“ (Finn)

„Der Führer hat uns auch erzählt, dass die Kinder früher den Schornstein putzen mussten. Das war auch lebensgefährlich!“ (Maja F.)

„Ich habe nicht gewusst, dass es so viel Kinderarbeit gab!“ (Renata)

„Etwas traurig fanden wir, dass die Kinder, die schufteten und arbeiteten, oft nur den Rest oder fast gar nichts zu essen bekamen.“ (Alena)

Egal ob Sonderservice des Gepäcktransports zur Jugendherberge, eine entspannte Rückfahrt im Reisebus durch den persönlichen Einsatz des Fahrers oder dass für beide Klassen durch die Begleitung von Eltern der notwendige Betreuerschlüssel für die Teilnahme an einem eigenen Projekt in Wackershofen gegeben war - wir danken herzlich einigen Eltern unserer Schüler, die sich extra die Zeit nahmen, die Durchführung der Klassenfahrt auf diese besondere Weise zu unterstützen.

Eine Schule mit solch engagierten Eltern im Rücken kann sich „von“ schreiben – tausend Dank von den vierten Klassen der Grundschule „von“ Warmbronn!

 

150 Jahre Bethel – Briefmarkensammeln für Menschen mit Behinderung

 

Dem Aufruf der von Bodelschwinghschen Stiftungen im vergangenen Sommer folgend, die anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens zu einer deutschlandweiten Briefmarkensammelaktion für die in Bethel lebenden Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen eingeladen hatten, beteiligten sich auch alle Klassen unserer Schule in einem großen und klassenübergreifenden Miteinander an dieser Aktion. Über Wochen und Monate brachten ganz viele Schüler alles mit, was an Briefmarken Zuhause, an den Arbeitsstätten von Eltern und Verwandten, manchmal sogar aus alten Briefmarkensammlungen von Großeltern anfiel. Sechs große Pappkartons, die von Bethel extra für diesen Sammelzweck zur Verfügung gestellt worden waren, konnten dann zum Abgabedatum am 31. Januar bis oben hin gefüllt nach Bethel zurückversandt werden.

Ein großartiges Engagement und ein großartiges Ergebnis, das nicht zuletzt auch dem bemerkenswerten Einsatz einzelner Schüler zu verdanken ist , die alle verfügbaren Freunde und Verwandte der Familien zum Mitsammeln motiviert hatten.

Dass keine der Klassen im April bei der Gewinnziehung durch Christoph Biemann, den Moderator von „Die Sendung mit der Maus“, das Glück hatte, für die Schule den ausgeschriebenen Hauptgewinn an Land zu ziehen, empfanden die beteiligten Schülerinnen und Schüler größtenteils als nicht so wichtig.

Über die Sammelaktion weit hinaus hatte für sie die begleitende Beschäftigung mit Bethel und dem Leben von Menschen mit Behinderungen etwas gebracht: Dass nach wie vor ganz treu von vielen Schülerinnen und Schülern der Schule Briefmarken gesammelt und im Sekretariat abgegeben werden, ist das sichtbarste Zeichen von Solidarität mit benachteiligten Menschen, die weit über die Aktion selber hinausreicht. Der Trostpreis-Radiergummi „Fritzi“ erinnert nun in jedem Schülermäppchen an die Teilnahme der Schule und fordert als kleine Erinnerungshilfe auf: Sammelt weiter Briefmarken für Bethel, damit auch in den kommenden Jahren Menschen mit Behinderungen in den Briefmarkensammelstellen von Bethel über die Verarbeitung der Briefmarken für Philatelisten einer sinnvollen Arbeit nachgehen können. In ihrem Namen: Danke!